San Bartolomé de Tirajana

Pfarrkirche San Bartolome de TirajanaSan Bartolomé de Tirajana ist eigentlich der Name der wohlhabendsten Gemeinde auf Gran Canaria, zu der Maspalomas und der gesamte südliche und südöstliche Teil der Insel gehört.

Das Verwaltungszentrum der Gemeinde ist ein gleichnamiges, winziges Bergdörfchen, das sich sehr gut für einen Ausflug in das kanarische Bergland eignet. Wer sich den Roque Nublo anschauen möchte, der kommt vom touristischen Süden aus zwangsläufig in San Bartolomé de Tirajana vorbei.

San Bartolomé de Tirajana: Ausflug in die Berglandschaft

Wer im Ort ankommt, der findet sich plötzlich inmitten der hohen, rauen Hänge und Felswände wieder, die den Rand eines urzeitlichen Vulkankraters bilden.

Das Meer und die Strände von Maspalomas kann man gerade noch erahnen, wenn man in südöstliche Richtung zwischen zwei großen Hügeln hindurch schaut. Kaum zu glauben, dass in dem verschlafenen Dörfchen jährlich über Millionen an Investitionsbeträgen für die Gemeinde entschieden wird.

Vulkankrater um San Bartolome

San Bartolomé de Tirajana ist bekannt für seine fruchtbaren Plantagen, die Pflaumen, Pfirsiche, Kirschen und Papayas hervorzaubern. Wer ein Souvenir mitnehmen möchte, der kann sich in einem der wenigen Geschäfte eine Flasche des berühmten Kirschlikörs besorgen, der nur in diesem Ort hergestellt wird.

Sehenswürdigkeiten in San Bartolomé de Tirajana

Kirche in San Bartolome de TirajanaIm Zentrum der Ortschaft befindet sich die große Pfarrkirche Iglesia de San Bartolomé, deren Bau bereits um 1690 begann.

Wer sonntags zu Gast im Ort ist, der kann sich den hübschen Wochenmarkt direkt an der Kirsche anschauen, auf dem vorwiegend Obst, Gemüse und etwas Fisch angeboten wird.

Ansonsten ist San Bartolomé de Tirajana recht schnell besichtigt. Viele kleine Gässchen, die teils sehr steil aufwärts führen, laden zum Entdecken ein. Die verträumte Idylle bietet gute Gelegenheiten für das eine oder andere Foto.

Alter Ziegelofen in San BartolomeEtwas außerhalb, aber sehr einfach zu finden, ist ein riesiger alter Ziegelofen zu finden, der besichtigt werden kann. Solche Ziegelöfen hatte vor Jahrhunderten fast jedes Dorf zur Verfügung. In ihnen wurden die Ziegel gebrannt, aus denen dann die Häuschen entstanden, die teils auch heute noch bewohnt werden.

Wer etwas essen oder trinken möchte, kann dies an der einzigen Durchgangsstrasse tun, die von Maspalomas aus über Fataga und schließlich nach Tejeda führt. Hier gibt es ein paar Cafés, die kühle und heiße Getränke und ein paar Snacks anbieten.

San Bartolomé de Tirajana: Ausgangspunkt für Wanderungen

Wer auf Gran Canaria wandern möchte, für den ist San Bartolomé de Tirajana ein guter Ausgangspunkt für ausgedehnte Wanderungen in und um die alte Vulkan-Caldera. Vom Ort aus führen mehrere Wanderwege zu den Nachbarorten Santa Lucia, Fataga und Tejeda. Auch den Roque Nublo kann man von hier aus gut erreichen.

Die Wanderwege führen auf uralten Pfaden entlang, die teils bereits von den kanarischen Ureinwohnern, den Guanchen, angelegt worden warenn. Es geht steil an den Hängen hinauf und hinab durch die atemberaubende, grüne Landschaft der Caldera mit ihren schroffen Steilwänden.

Wie kommt man nach San Bartolomé de Tirajana?

Wer vom touristischen Süden aus nach San Bartolomé gelangen möchte, kann einfach den öffentlichen Bus von San Fernando aus nutzen. Die Fahrt ist spektakulär. Die Busse fahren tagsüber mehrmals am Tag, allerdings recht unregelmäßig. Am besten den letzten Bus zurück nicht verpassen, sonst hilft nur noch ein Taxi.

Die Fahrt mit einem Mietwagen ist ebenfalls sehr empfehlenswert, hier kann man bequem Zwischenstops machen und sich den Barranco de Tirajana, die riesige Schlucht, an deren Rand man entlangfährt, anschauen. Auch ein Stop in Fataga ist unbedingt zu empfehlen.




Kommentare


*