Die Dünen von Maspalomas

Dünenlandschaft MaspalomasDie Dünenlandschaft von Maspalomas – die dunas de Maspalomas – sind eine der wichtigsten Sehenswürdigkeiten auf Gran Canaria und Aushängeschild des Feriengebietes Maspalomas.

Sie beginnen direkt östlich des Leuchtturms (Faro) von Maspalomas und ziehen sich über 6 km weit bis zum Strand von Playa del Ingles.

Die Dünenlandschaft mit ihrem goldgelben, feinen Sand ist in dieser Form einzigartig in Europa. Denn wo sonst in Europa gibt es solche meterhohen Sanddünen zu sehen, wie hier? Sie zu besuchen, ist ein wahres „Muss“ für jeden Urlauber auf Gran Canaria, das man auf keinen Fall verpassen sollte.

Woher stammen die Dünen von Maspalomas?

Man hat lange Zeit gerätselt, woher die Dünen stammen. Viele Jahre lang nahm man an, dass es sich um Saharasand handelt, der durch Winde vom afrikanischen Festland (die sogenannte Calima, Sandwinde aus Afrika) nach Gran Canaria getragen wurde und sich hinter den hohen Bergen im Zentrum der Insel abgesetzt hat.

Inzwischen weiß man, dass der große Teil des Dünensandes aus Muschelkalk besteht: Korallen und Muscheln wurden durch Wasserbewegung zermahlen und durch die Brandung an Land gespült. Der stetige Passatwind half schließlich bei der Anhäufung zu den Dünen, die man heute betrachten kann.

Fußspuren in den Dünen

Spaziergang durch die Dünen

Die Dünenlandschaft von Maspalomas lädt zum Spazieren und Erkunden ein. Wer sich aufmacht und den Weg in die Dünen abseits der Strände wagt, der kann jede Menge interessante Entdeckungen machen und ein paar außergewöhnliche Ausblicke auf die Berglandschaft des Inselinneren erhaschen. Hier finden Sie einen guten Startpunkt beschrieben.

Einige Teile der Dünen sind umzäunt und für Besucher gesperrt. Hier leben viele seltene Tiere und Pflanzenarten, die geschützt werden sollen.

Der Großteil der Dünen darf aber frei betreten werden. Ein Spaziergang ist für jeden Besucher von Gran Canaria ein tolles Erlebnis, besonders auch, wenn man mit Kindern unterwegs ist. Tipp: In der Abenddämmerung beginnen die Sanddünen golden zu leuchten. Wer sich die Zeit nimmt, zum Sonnenuntergang in den Dünen zu weilen, wird mit einem atemberaubenden Lichtschauspiel belohnt.

Empfindliche Dünenlandschaft

Sand und ferne BergeDie Dünen von Maspalomas stellen ein sehr empfindliches Ökosystem dar, das auf äußere Einflüsse schnell unwiederbringlich verloren geht. Mit ihm werden auch viele seltene Tier- und Pflanzenarten für immer von der Insel verschwinden.

Daher sollte jeder Urlauber dieses einzigartige Wunder der Natur mit Respekt und Sorgfalt behandeln, damit es so lange wie möglich erhalten bleibt.

Im Bau-Boom der 60er Jahre wurde ein Teil der Dünen bereits vollständig vernichtet. Auch die stetig fortschreitende Erosion sorgt dafür, dass Jahr für Jahr mehr Sand verschwindet. Es ist davon auszugehen, dass die Dünen von Maspalomas in etwa 100 Jahren nicht mehr existieren werden.

Vorausgesetzt, man greift nicht ein. Genau dies hat sich die regionale Inselregierung allerdings auf die Fahnen geschrieben. Vielleicht wird es so möglich, vielen weiteren Generationen die „kleine europäische Sahara“ zu erhalten.

Fotos von den Dünen von Maspalomas

Wer einen kleinen Eindruck von der atemberaubenden Landschaft bekommen möchte, findet hier und hier zwei Fotoserien, die auf Spaziergängen durch die Sanddünen entstanden sind.




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